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12. Wann ist eine Psychotherapie hilfreich?

Wenn die Probleme ihres Kindes sehr stark sind und sie selbst schon Vieles ohne durchschlagenden Erfolg probiert haben, dann sollen Sie sich professionelle Hilfe bei einem Psychotherapeuten holen. Folgende Kriterien können Ihnen bei dieser Entscheidung helfen:

  1. Die Verhaltensprobleme des Kindes in der Familie sind sehr stark ausgeprägt und beeinträchtigen das Zusammenleben in der Familie erheblich.
  2. Die Verhaltensprobleme des Kindes treten nicht nur in der Familie auf, sondern sind auch im Kindergarten bzw. in der Schule oder in anderen Situationen sehr stark ausgeprägt. Das Kind hat dadurch erhebliche Schwierigkeiten im Kindergarten oder in der Schule.
  3. Die Verhaltensprobleme des Kindes bestehen schon sehr lange.
  4. In der Familie gibt es noch andere große Probleme, z.B. starke Eheprobleme, psychische Probleme anderer Familienmitglieder (z.B. anderer Kinder oder des Vaters oder der Mutter).
  5. Der Verhaltensprobleme sind auch bei medikamentöser Therapie der ADHS noch erheblich.

Je mehr von diesen vier Punkten auf Ihr Kind und Ihre Familie zutrifft, um so eher sollten Sie sich um eine professionelle psychologische Hilfe kümmern. Psychotherapeuten sind im Grundberuf Ärzte oder Psychologen. Es gibt zwei verschiedene Arten von Psychotherapie, die von den Krankenkassen bezahlt werden: die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie und die Verhaltenstherapie. Viele Psychotherapeuten arbeiten aber auch in Erziehungsberatungsstellen und bieten ähnliche Therapien an. In diesen Fällen entstehen keine Kosten, welche die Krankenkassen übernehmen müssen. Bei Kindern mit ADHS hat sich die Verhaltenstherapie besonders bewährt.

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